Eine Übersicht des Programms könnt ihr als PDF downloaden

Freitag

  • ab 16 Uhr: Ankunft
  • 17 Uhr: Stencils und Streetart (Workshop)
  • 19 Uhr: „Drool“ und „Dyke Dollar“ (Filme)
  • 22 Uhr: „PorYes“ von Laura Méritt (Vortrag)

Samstag

  • 10 – 12 Uhr: “Pop & Gender” (Workshop)
  • 12 – 13 Uhr: Mittagspause
  • 13 – 15 Uhr: “Vulva – Die Entdeckung des unsichtbaren Geschlechts” von Mithu Sanyal (Lesung mit Diskussion)
  • 15 – 17 Uhr:  Polyamourie“ von Laura Méritt (Vortrag)
  • 17 – 19 Uhr: “Homophobie im Hip Hop” von Sookee (Vortrag)
  • 19 – 20 Uhr: DIY Gruppe „Muschiballett“
  • ab 21 Uhr: Konzert mit Sookee und Räuberhöhle. Anschließend Party mit DJ Morelle

Sonntag

  • Brunch und Abreise

Workshop Stencils und Streetart

Ben bietet einen Stencilworkshop an. An Materialien haben wir Dosen, schwarzen und weißen Stoff (für Aufnäher), Folien und was man sonst so braucht. Lediglich T-Shirts, Taschen oder was auch immer ihr bedrucken wollt, müsst ihr mitbringen. Da der Workshop auf 15-20 Teilnehmende beschränkt ist, bitte per E-Mail anmelden.

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„Drool“ (Film)

DroolHausfrau Anora Fleece hat Probleme. Ihr Mann tyrannisiert sie, und ihre Kinder machen, was sie wollen. Sie wohnt in einer langweiligen, öden Kleinstadt in Oklahoma und hat keine Freunde. Als Imogene Cochran ins Haus nebenan einzieht, ändert sich alles. Imogene verkörpert, was Anora nicht ist: mutig, lebenslustig, glamourös, Verkäuferin für »Kathy K«-Schönheitsprodukte – und Afroamerikanerin. Letzteres sorgt für viel Unmut bei Anoras rassistischem Ehemann, aber Anora und Imogene werden trotzdem Freundinnen. Und als es zwischen den beiden mehr als Freundschaft wird, wissen die zwei Frauen den Spieß umzudrehen – mit dem Ergebnis, dass sie flüchten müssen. Was folgt ist ein einzigartiges Roadmovie mit skurrilen Wendungen und genialer Komik. Erzählt und illustriert mit Comic-Zeichnungen wird dies zum großen Teil aus der Perspektive von Anoras Tochter Tabby.  Der Film wechselt zwischen schwarzer Komödie, Persiflage und unkonventionellem Familienfilm und entpuppt sich als einer der originellsten Queer-Filme der letzten Jahre. Nicht umsonst wurde das Drehbuch für DROOL 2006 beim amerikanischen Independent-Film-Festival Slamdance ausgezeichnet und gewann der fertige Film den Jury-Preis des Miami Gay and Lesbian Filmfestivals.

„Dyke Dollar“ (Film)

In the 1990’s gay and lesbian activists began stamping their dollars to prove that they contributed to the American economy. This is the story of one of these dollars.

A routine visit to a local convenience store turns out to be an adventure for Pete, a shy teenager who finds himself the unlikely „best bud“ of a giant lesbian dollar bill named Evelyn. When Pete’s best friend takes a liking to Evelyn, Pete must figure out a way to spend her in this irreverent teenage comedy.

„PorYes“ von Laura Méritt (Vortrag mit Filmausschnitten)

Was zeichnet Frauenpornos aus und wie wollen Frauen wirklich sehen und gesehen werden? In der Frauenbewegung gab es schon immer einen Flügel, der sich freudenaktivistisch für weibliche Pornografie eingesetzt hat, aber der PorNo-Aufmerksamkeit entbehrte. Überblick über die PorYes-Bewegung und ihre Auswirkungen, Filmausschnitte und Diskussion mit Dr. Laura Méritt, Kommunikationswissenschaftlerin und Lachforscherin. Sie führte vor fast 20 Jahren die Sextoys für Frauen in Deutschland ein und ist Inhaberin von Sexclusivitaeten und Betreiberin des freitäglichen Freudensalons. Autorin und Herausgeberin.

Homepage Sexclusivitäten

Homepage PorYes

„Homophobie im Hip Hop“ von Sookee (Vortrag)

Der Vortrag geht davon aus, dass Homophobie – auf Sexismus basierend – im deutschsprachigen Rap dahingehend Raum gegeben wird, dass eine Normalisierung von homophoben Äußerungen und Haltungen zu beobachten ist. So wird vielfach argumentiert, dass keine direkte Diskriminierung Homosexueller damit artikuliert werden soll – vielmehr handele es sich um eine jugend- bzw. subkulturelle Abgrenzungsstrategie gegenüber einer bürgerlichen Erwachsenenwelt.

Wie aber verhält es sich mit Rezeptionsweisen, die sehr wohl homophoben Strukturen zuarbeiten und sich in psychoemotionale Entwicklungen Jugendlicher einschreiben? Wieviel soziale Verantwortung sollte Akteur_innen der Szene abverlangt werden? Welche Bedeutung haben medienwirksame Schock-Inszenierungen in einer kapitalistischen Gesellschaft?

Im Anschluss an den Vortrag wird es Raum geben, sich diesen und anderen Fragen rund ums Thema in einer Diskussion zu widmen.

Unterstützt vom Referat für Homosexualität, Kultur und Wissenschaft des AStA Uni Marburg

„Polyamourie“ von Laura Méritt (Polyamourie)

Die Referentin, die auch Mitherausgeberin des Buches „Mehr als eine Liebe“ ist, stellt Polyamourie als alternatives Beziehungskonzept zur in der heteronormativen Matrix als ’normal‘ empfundenen seriellen Monogamie vor. Welche Stärken haben alternative Beziehungsmodelle? Welche Herausforderungen bieten sie? In welchem Verhältnis stehen sie zu den gängige(re)n? Auf diese und mehr Fragen wird Laura Méritt eingehen und sich anschließend in einer Diskussion den Fragen der TeilnehmerInnen stellen.

Unterstützt vom Schwulenreferat des AStA der Karl Marx Universität Trier

„Vulva – Enthüllung eines unsichtbaren Geschlechts“ von Mithu Sanyal (Lesung mit Diskussion)

Mithu SanyalBuch und Lesung:
Was nicht existiert, benötigt keinen Namen, und was keinen Namen hat, existiert nicht. Das ist die Ausgangsthese von Mithu M. Sanyals bahnbrechender Studie über die Vulva, über den historischen und kulturellen Bedeutungswandel des weiblichen Geschlechts. Mithu Sanyal sucht nach der Geschichte der Vulva und stößt in vergessenen Quellen auf fast sakrale Wertschätzung ebenso wie auf hasserfüllte Diffamierung.

Zunächst liest Mithu Sanyal ein wenig aus ihrem Buch vor. Anschließend erzählt sie in einem moderierten Gespräch über die Kulturgeschichte der Vulva. Zuhörer_innen können sich dabei beteiligen.

Referent_in:
Mithu Melanie Sanyal (* 1971) ist eine deutsche Kulturwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin. Ihre Themenschwerpunkte sind Popkultur, Postkolonialismus und (neuer) Feminismus.
Sie studierte deutsche und englische Literatur und promovierte über die Kulturgeschichte des weiblichen Genitals. Aus ihrer Doktorarbeit entstand 2009 das Buch „Vulva. Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts“, das als Pionierarbeit zu diesem Thema gilt und in vielen Medien besprochen wurde.
Seit 1996 ist Mithu Sanyal feste Autorin für den Westdeutschen Rundfunk, für den sie Features und Hörspiele macht. Darüber hinaus schreibt sie für NDR, BR, Frankfurter Rundschau, Literaturen, taz, Bundeszentrale für politische Bildung etc.

Unterstützt vom Frauenreferat des AStA Uni Mainz

Homepage Mithu Sanyal

„Pop & Gender“ (Workshop)

Welches Geschlecht hat Kultur? Im Workshop werden Geschlechterverhältnisse in der Kultur am Beispiel des Pop aufgezeigt und bearbeitet, Gegenentwürfe und Strategien zu einer geschlechtergerechten Kulturarbeit veranschaulicht und entwickelt (riot grrrls, ladyfeste, etc.)

Unterstützt vom Frauenbüro Karl Marx Universität Trier

DIY-Gruppe Muschiballett

Muschibalett*Muschiballett* ist trashige Diskursanalyse patriarchaler Kontinuitäten und Realitäten in Filmen, Familien, Kanonliteratur, Werbung, Musik etc.
Muschiballett ist das, was Lisa & Gerdela, die zwei Katzenomas, in ihrem Wohnzimmer neben Sticken, Reißen und Likörchentrinken seit ein paar Monaten tun: spezielle Sport- und Denkübungen, denn Herrschaftsverhältnisse sind in den Körper eingeschrieben und allein durch intellektuelle Analyse nicht zu bearbeiten.
Muschiballett passt in zwei Hackenporsche und wird ausgelöst durch das Starten des Soundtracks. Keine Technikerin schaut ob Gisa & Gerdela so weit sind, oder noch eine kurze Verschnaufpause brauchen – die Struktur ist da, alles auf die Sekunde getimt und wir sind Teil davon.
D.I.Y. steht erstens für die absolute Transportierbarkeit von Muschiballett, da es unabhängig von üblichen Aufführungsstrukturen ist und tatsächlich nur uns, Elektrizität und ein Abspielgerät braucht – und zweitens heißt es: do it yourself! Kopiert Euch den Soundtrack, setzt Euch in Euer Wohnzimmer und drückt play: für 47:30 Minuten seid Ihr die Katzenomas

Myspace

Konzert Sookee

Sookee (* Dezember 1983) ist eine deutsche Rapperin. Sie kommt ursprünglich aus Mecklenburg-Vorpommern und lebt seit 1986 in Berlin. Sie studiert germanistische Linguistik und Gender Studies.

Unterstützt vom Referat für Homosexualität, Kultur und Wissenschaft des AStA Uni Marburg

Homepage & Myspace

Konzert Räuberhöhle

Räuberhöhle ist das Electropop Projekt der Musikerin und Künstlerin Krawalla und wurde 1999 in Berlin gegründet.
Die Liveshow wird seit 2003 auf recht unkonventionelle Weise umgesetzt. In einem Puppentheater erklären die Puppenfiguren „Krawallmädchen“ und „Bärin“, wie man Popstar wird. Räuberhöhle haben bereits vier Australientouren, sowie Touren durch Japan, Amerika, Neuseeland, sowie knapp 250 Konzerte Europaweit gespielt. Unter anderem im Institute of Contemporary Arts (London), dem Eurotrash Festival in Canberra oder der Berliner Biennale.
Neben ihren Aktivitäten rund um Räuberhöhle spielt Krawalla Keyboard und programmiert Beats für Minipli 225. Daneben macht sie als Krawalla Hörspiele, Comics und Illustrationen (z.B. für Sonja Eismanns popfeministisches Buch „Hot Topic“).

Mitunterstützt vom Referat für Antirassismus, Antifaschismus und Antidiskriminierung des AStA der Karl Marx Universität Trier

Myspace

Anschließend Party!!!

Aufgelegt wird von DJ Morelle aus Darmstadt. Euch erwartet Musik von Gossip, The Knife, Yeah Yeah Yeahs, Peaches, Electrocute, CSS, Le Tigre und so weiter und so weiter!

Myspace